Pfingsten ist eine schöne Insel August 30th, 2009 Reisen Kommentare (RSS) Trackback

Einatmen, ausatmen. Klingt einfach, aber unter Wasser kann sich dies als größeres Problem darstellen, auch wenn (oder: weil?) unzählige Schläuche, Knöpfe und Regler einem dabei helfen sollen. Der Puls wird höher, die Atmung schneller, und das Plastikventil im Mund wird so fest gebissen, dass ich später ein Ziehen im Kiefer verspüre. Schon 20 cm unter der Wasseroberfläche denke ich ans Aufgeben, daran, dass man ja einen leichten Druck auf den Ohren vorschieben könnte, damit man nicht weiter hinunter muss.

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Dann versuche ich, das Gehirn auszustellen, die Atmung zu normalisieren und einen Meter tiefer zu kommen, ohne dabei zu sterben. Und zu großer Überraschung: Es gelingt. Ich drücke meine Nase zusammen, atme aus, und höre das vertraute Geräusch, wie sich Luft am Ohrenschmalz vorbei Richtung Trommelfell bewegt. Ich kucke meinen Lehrer an, er signalisiert mir, mein Mundstück wegzuschleudern. Ich gehorche, atme in leichten Zügen aus, beuge den Körper nach rechts, betaste meine Hüfte, meinen Hintern, und lasse den Arm im Kreis nach Oben fahren. Mit der linken Hand greife ich nach dem Schlauch, erstaste etwas, das ich zum Mund führe, puste rein, damit das Wasser verschwindet, und sauge daran. Luft!

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Ich gewinne Zuversicht, tauche ein paar Meter weiter, blase in die Nase, blase in die Brille, und sehe Korallen. Wälder von Korallen, mit Fischschwärmen in ungekannter Zahl. Nemos, Barracudas, Rochen tummeln sich hier zwischen roten, blauen, gelben und grünen Bergen von lebendem Stein.

Nach einer Stunde tauchen wir auf, meine Gemischflasche ist fast leer, und ich bin glücklich. Das Wasser ist so klar, dass man auch in 12 Meter tiefe noch gut erkennen kann, was dort in kurzer Entfernung an einem vorbeischwimmt.

Wir schwimmen zurück an Bord unseres Dreimasters, ziehen die Wetsuits aus, und duschen das Salzwasser vom Körper. Ich gehe zur Bar, hole mir einen White Russian, und trinke ihn auf einer Liege des oberen Sonnendecks.

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Ich segelte drei Tage um die Whitsundays.

Quick Facts
24. – 27. August 2009
Whitsunday Coast, Australien
Segelboot: Whitsunday Magic (3 Masten, 7 Crewmitglieder, 21 Gäste)
Aktivitäten: Segeln, Schnorcheln, Tauchen, Sonnenbaden
Beste Orte: Whitehaven Beach, Sonnendeck
Song: Jamie T: Sticks ‘N’ Stones
Essen: Barramundi, Lamb Cutlets uvm. (großartiger Koch!)
Bier: Pure Blond
Entspannungsgrad: ★★★★★
Next Stop: Sydney

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