Paranoia February 10th, 2005 Technik 12 Kommentare

Während ich hier (Beileid erhaschend) mit ner &=”§!$/ Erkältung vor mich hinvegetiere, gucke ich gelangweilt durch die Telefonnummern meines Mobiltelefons, um etwas aufzuräumen – man kann ja nicht den ganzen Tag „Illuminati“ lesen.

Nein, ich will meine alten Schulfreunde da draußen (Grüße!) gar nicht rauslöschen, aber Einträge, wo der Name einem nichts mehr sagt, MFG M (Mitfahrgelegenheit nach München) oder Wohn 2 (Als ich auf der Suche nach einer WG war…) brauch ich nicht wirklich. Genausowenig aber die drei Susi DD (Dresden, ihr Perversen!), deren Nachname dringend hinzugefügt werden musste.

Aber dann wurde ich etwas stutzig. Ein Eintrag mit einer E-Plus-Nummer. Name: „Nicht Abheben!“. Weiterscrollen, … Moment! „Nicht Abheben!“? So viel Paranoia, dass ich sogar ein Ausrufungszeichen anhängen musste? Ich hab lange überlegt, was mich soweit getrieben haben könnte. „Nicht anrufen“ hätt ich ja bei Phishing o.ä. noch verstanden. Aber nicht abheben? Welche der Ex war bei E-Plus? (Nicht, dass irgendwer von denen sooo schrecklich war, dass ich da partout nicht drangegangen wäre. Zumindest der Name hätte aber gereicht.) Auch ein Abgleich mit elterlichen, freundischen oder gar brüderschens Telefonnummern brachte nichts.

Kurz war ich ja versucht, da anzurufen. Aber dann war ich doch zu abgeschreckt – es könnte ja die Nummer von Dieter Bohlen sein.

(Erwähnte ich eigentlich schon Bloc Party? Ja. Aber „Banquet“ und der Rest sind einfach genial. Und: Die Webseite ist auch nett, wie ich finde. Mit leichten Kodierungs- und id-Fehlern. Aber sonst schic.)

I still believe that I cannot be saved January 29th, 2005 Neustadt 3 Kommentare

… aber vorher kann ich noch jede Menge Spaß haben. Machen wir mal die Eurocard-Rechnung:

2 Bier im Spätshop: 2€
Öblwoi, Fanta und weitere Bier (sponsored by Jan & Asmus): 0€
nette Gespräche: unbezahlbar
nette Leute: unersetzlich
Tanzen: unruhig
Stiefeltrinken: naja.
Freuen, dass Asmus ne Flasche Havana Club in Prag sponsort: unvergleichlich
Selber ne Flasche beitragen müssen: ~8€ (geschätzt)
Jan (falsch) auch eine aufdrücken: ungerecht
gehen, wenns am besten ist: unlogisch
-”-, um im Alaunpark gefrorene Wasserkristalle an fremde Körper zu befördern: unbeschreiblich
sich dabei freuen wie ein kleines Kind: unbedingt
sich dabei von oben bis unten einzusauen: unwichtig
danach auf den Hügel gehen, um sich Dresden-Neustadt bei Nacht zu betrachten: unwirklich

Danke, Dresden!

(Aus dem Fundus an Musikvideos eine der Bands der 90er: Die Smashing Pumpkins (leitet auf billycorgan.com um – okay…). Mit einem großen Song: „Bullet With Butterfly Wings“.)

Informationell fremdbestimmt January 28th, 2005 Leben Kein Kommentar

„Unter den Bedingungen der modernen Datenverarbeitung wird der Schutz des Einzelnen gegen unbegrenzte Erhebung, Speicherung, Verwendung und Weitergabe seiner persönlichen Daten von dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht des Art. 2 Abs. 1 GG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG umfaßt. Das Grundrecht gewährleistet insoweit die Befugnis des Einzelnen, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner persönlichen Daten zu bestimmen. Einschränkungen dieses Rechts auf “informationelle Selbstbestimmung” sind nur im überwiegenden Allgemeininteresse zulässig. “ (Urteil zur Volkszählung 1983).

Theorie und Praxis: Weit voneinander entfernt.

Schön, dass es mal einer so treffend sagt. Schlimm, dass es viele so machen.

Ach ja: Über nen Jahr eingebeckert, 1,5 Jahre in etwas anderer Form. Gewandelt von Neustadt über Musik, Netzleben und Politik. Gelegentlich dann doch auch persoenlicher, sei es Pop-Musik oder Frauengeschichten, die ja nicht immer gut ausgehen müssen.

Naja, so verändert dann doch nicht. Aber das Netz: 8058044651 GE. Schampus aber für den Karneval kaltgestellt lassen.

(Bestellt: … And You Will Know Us By The Trail Of Dead mit „Worlds Apart“. Großes Tennis.

Sie werden dafür bezahlt. January 20th, 2005 Leben Kein Kommentar

Während Deutsche Politiker sich heute aus gegebenen Anlass eine Pause machen gebührend trauern, wird in Washington der Wahlsieger George, II ins Amt „eingeführt“[1].

Während bei uns Schmier-Staatssekretäre zurückgeführt werden, gibt es im District of Columbia große Partys geschmissen, damit nun endlich auch der Iran fällt damit der Präsident beschwingt loslegen kann.

Das die Spitzensummen (MDR Info sagte im Radio etwas von 250 k$) von den möglichen Pipeline-Bauern führenden Energieunternehmen kommen, wundert vermutlich auch keinen mehr.

Unsere DNA wird übrigens bald auch von Hinz und Kunz gespeichert (Ich freu mich schon drauf, wenn die beiden sie von mir holen kommen).

Zynische Welt: Willkommen im Leben. Ich könnte auch schreiben: „Aber hier leben, nein danke“[2]. Aber man hat ja keine Wahl. So kaufe ich weiter Platten, gehe auf Konzerte[3] und versuche mein Umfeld sensibel zu machen. Und, ganz ehrlich, es wird (leider jetzt schon) Zeit, etwas dagegen zu machen. Husch, raus auf die Straße mit Euch!

—–
1: Suggestion, dass er bis heute nicht verstanden hat, was er da machen soll?
2: Tocotronic. Musik, zur richtigen Zeit. Kaufen!
3: siehe unten ;-)
(Die Sterne werden auch dafür bezahlt – aber nur für die Musik. Und die werde ich, heute, im Starclub, mit viel Bier live erleben. Man freut sich drauf.)

(Miss)geschick(t) January 10th, 2005 Musik 2 Kommentare

Tolles Wortspiel: „Ab jetzt wird zurückgeschossen“. Sagt uns Bushido zusammen mit Eko Fresh. Ja, ich gebe zu: Ich mag deutschen Hiphop. [1]

Aber: Ich hasse deutschen „Hiphop“.[2]

Und bin immer wieder froh, Gitarren zu mögen. Und kein Gekrächze.

—–
1: Fettes Brot, Fanta 4, Clueso uvm.
2: Poser, die meinen, dass es lustig sei, solche Analogien zu äußern. Oder noch besser: Gar nicht zu wissen, dass es eine ist.

(I Am Kloot - I Am Kloot läuft. Als ganzes Album.)

Vorsatz gebrochen January 7th, 2005 Neustadt Kein Kommentar

Soso. Der Herr Lange hat sich also (vor 4 Monaten) vorgenommen, unter der Woche nichts mehr zu trinken. Alkoholfreie Getränke waren selbstverfreilich erlaubt. Haltige aber wurden regelgerecht ignoriert. Das lief eine Zeit sehr gut, danach nicht mehr ganz. Und jetzt habe ich Mittwoch und Donnerstag auch wieder recht viel getrunken. Aber es hat sich gelohnt:

  • getanzt, zu guter Musik (Mi/Do)
  • festgestellt, dass zu hohe Männerquoten unatraktiv sind (Mi)
  • Bier gekriegt, obwohl die Kneipe schon zu machte (Mi)
  • Danach dort diskutiert, noch zwei Stunden über Gott und die Welt (Mi)
  • Dabei zur Überzeugung gekommen, dass Alter (70) und Jugend (22, 23, 30(?)) sehr gut zusammenpassen, was solche Runden angeht (Mi)
  • den Entschluss gefasst, mit 70 genauso zu sein (Mi)
  • die Wichtigkeit des hohen Bagelkonsums erfasst (Mi)
  • bemerkt, dass drei Cocktails auch den Stärksten (mich!) leicht aus der Bahn werfen können (Do)
  • begeistert, dass ich die Frage „Tanzen gehen“ (Donnerstags äquivalent zu „noch ne Viertelstunde ins Flopo?“) mit einem sehr zögerlichen „ja“ beantwortet habe (Do)
  • erfreut, dass die Frauenquote hier besser ist (zumindest für mich) (Do)
  • gegrinst, nachdem ich meine Telefonnummer in ein fremdes (englischsprachiges) Handy eingeben durfte (Do)
  • verkatert – nach dem Aufstehen. Und noch nicht mal Milch hab ich (Fr)
  • wartend, dass ich angerufen werde (und hoffend, dass ich meine eigene Nummer tippen kann) (Fr bis ?)

Und das beste: Das Wochenende kommt erst noch!

(„Sorry Sorry“ for making your life a living hell singt Gevater Alkohol. Nein, stimmt gar nicht: surft Rooney. Dabei ist mein Leben gar keine Hölle. Ich find es sogar eigentlich ganz OK.)

Bloc Feier January 4th, 2005 Musik 2 Kommentare

In letzter Zeit ging es hier ja vornehmlich um Musik. Und da man (ich) ja total auf Beständigkeit steht (nicht. Obwohl – wäre ich sonst Oasis-Jünger?), mache ich mal einfach weiter damit. Der NME schreibt, dass es eine Band gibt, die Fans von folgenden Bands vereint: Strokes, Libertines, Coldplay, White Stripes, The Killers, Blur, Razorlight, Kings of Leon, Franz Ferdinand und Oasis. Nur gut, dass wir kein Schiffe versenken spielen, Mein Riesen-Zerstörer (Länge: Zehn Kästchen) wäre glatt gesunken. Die Plattenfirma der Band meint, dass diese Band „the next most important thing in rock“ sind. 5er Bewertungen (natürlich auf einer 5er Skala) aller Orten, aber erstmal nur für die EP. Das Album kommt ja erst im Februar.

Hype? Hype. Aber ich bin ja bei sowas sehr anfällig, und wo wir schon bei fällig sind: Die Platte ist es auf jeden Fall, denn die EP alleine ist schon sehr gefällig. (Ja, ich höre mit albernen Wortspielen auf. Im nächsten Jahr.)

Kaufentscheidungen für die nächsten Wochen währen also: Tocotronic, And You Will Know Us By The Trail Of Dead, Bloc Party und Adam Green. Und dabei habe ich mir noch weder Spex noch Visions gekauft. Wo soll das nur hinführen?

Ach ja: Frohes 2005 Euch allen. Und hoffentlich haben wir auch alle schön gespendet (ja), damit da soziale Gewissen beruhigt (nein) und wir schon bald wieder über die „Geile Zeit“ nach der „Perfekten Welle“ sinnieren können (ganz bestimmt nicht). Oder wir hoffen doch auf eine etwas bessere Welt mit weniger Tsunamis, Planet-der-Affen-Realsatiren und besserer Musik. Man darf doch mal träumen dürfen.

Diese „Fußnote gehört eigentlich ans Ende des Eintrags, da jedoch gehört ja schon die Musik hin: Ich habe natürlich tiefstes Mitgefühl mit den Opfern, speziell den Menschen in der Region. Ich finde nur die Scheinheiligkeit, mit der hier weltweit damit umgegangen wird, beschämend. Wie alle auf einmal Entwicklungshilfe leisten, obwohl sie doch gar kein Geld dafür haben… Aber gut, erstmal Staatstrauer für die Deutschen Opfer…

(Haha, bin ich sarkastisch: 5678’s mit „Typhoon Girl“ – was nicht ist kann ja noch kommen)

Gut gehört 2004 December 21st, 2004 Musik 7 Kommentare

Richtung Abschluss des Jahres darf natürlich eine Top 5 des Jahres nicht fehlen. Ich weiß, Ihr habt alle da drauf gewartet…

Nicht dabei: Feist, M.A.S.S., Soundtrack Of Our Lives, the Hives, Slut, Badly Drawn Boy, Jimmy Eat World, Elliott Smith, John Frusciante, Morisssey, Mclusky, Graham Coxon, Rooney, the Zutons, Air. Alle Großartig. Ein paar Live gesehen, viele gekauft. Und: die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Es gibt wirklich gute Musik, die leider viel zu selten gespielt wird.

Auch ein besonders freundlich lachendes Album ist nicht dabei: „Smile“ von Brian Wilson. Nicht, dass es zweifelsohne in die Top Fünf käme (nicht jedoch an der Eins Vorbei). Aber: Ein dreißig Jahre altes Album hier einzureihen wäre genauso vermessen, wie eine der teilweise recht netten Best Ofs aufzunehmen, die alle Jahre wieder erscheinen. Und deshalb hat sie den (imaginären, da alle drei noch nicht gekauft wurden) Platz zwischen der „Pet Sounds“ und der „Sgt. Peppers“ sicher. Mehr aber nicht.

Also, genug herumgeredet, hier sind sie:

5. The Libertines – dto.

Großes Album. Große Band. Kindische Frontmänner, die dem ganzen ein Ende bereiten – sehr schade. Nun denn, sie hinterlassen zwei Alben, die durchaus häufiger hörbar sind. Sei es als CD bei mir oder auf Rolands Plattendreher (Herzlichen Glückwunsch, auch an dieser Stelle!).

4. Mando Diao – Bring Em In

Rocco Cleins letzte Lieblingsband. Natürlich neben Oasis. Unglaublich catchy, das wilde „Yeah yeah yeah!“ wird, egal ob auf der Tanzfläche, im Auto oder sonstwo natürlich inbrünstig mitrausgegrölt. Begleitete einen sehr schönen Urlaub, aber nicht nur den. Und am schönsten ist: Das neue Album ist schon in den Startlöchern. Nachteil: Beide gibt es nicht auf Vinyl. Prinzipien sind also dazu da, gebrochen zu werden…

3. Interpol – Antics

Ja nee, ist klar. Viel zu langsam. Nicht tanzbar. Irgendwie 80er. Zerbrechlich.

Ja und? Wenn ich das (wirklich zerbrechliche) „Rosemary, heaven restores you in life“ höre, ist die Gänsehaut nah und der kalte Schauer definitiv schon da. Wundervoll.

2. Razorlight – Up All Night

Ich gebe zu: Hipper Scheiß. Ich falle des öfteren auf Gehypten Indy-Gedöns rein. Wie man ja insgesamt sehen kann. Und: Ich werde eigentlich recht selten enttäuscht. Und von Razorlight erst recht nicht, „Up All Night“ rotiert am häufigsten in meinen Zimmer (Aber nur, weil Nr. 1 nur als CD gekauft wurde). Und wenn dann eine Libertines/Razorlight-Supergruppe kommen muss, es gibt jedenfalls schlechtere Bands, die Fusionieren könnten.

1. Franz Ferdinand – dto.

Ja, Ihr wusstet es bestimmt. Deshalb sag ich jetzt gar nichts, sondern lasse mal die anderen reden:

Laut.de sagt: „Wer im weltweiten Netz etwas über Franz Ferdinand sucht, stolpert irgendwann vielleicht über diesen Satz: “This sounds like all the other garage rock acts about at the moment rehashing the same formula over and over.” Was für ein blödes Arschloch.“

Dem habe ich rein gar nichts hinzuzufügen. Ach doch: Wer meine CD gegen seine Platte tauscht, wird von mir mit 2 Einbeckern entlohnt. Oder mehr.

Euch allen ein schönes Fest mit allen, die Ihr liebt habt (Und die Euch hoffentlich mindestens genauso lieben), feiert schön, esst und trinkt nicht zu viel (dehnbar, auch ich nutz das aus!) und fallt gut in 2005 rein. (Noch ein Jahr bis zur WM!).

Alles Gute wünscht Euer Heinz.

Musik gesehen? November 25th, 2004 Musik 3 Kommentare

Musikalisch gesehen kann es dieses Jahr im Fernsehen ja gar nicht besser kommen: Rocco Clein stirbt, Charlotte Roche und Sarah Kutner werden abgesetzt. MTViva gewinnt mit toller Medienstrategie. Jungs-Sender. Mädchen-Sender. Kult-Schrott-Sender. SMS-Klingelton-Verdien-Sender (zugegeben, trifft auf alle zu).

Das Radio hat, dank Quotendebatte, auch ausgedient. (Wobei es hier in Sachsen keinen einzigen zu ertragenden Radiosender gibt, seit der Neustadt-Piratensender dicht machen musste)

Von den Top 50 höre ich Nummer 40, den Rest würde ich höchstens als Klopapier anfassen, wenn CDs dafür geeignet wären (LPs wirds von denen, Gott sei Dank, nicht geben).

Und ich höre weiter laut meine Musik und hoffe, dass nicht alle Qualität schwindet.

Ach ja: Wäre der Gedanke eigentlich soooo abwegig, einen von vier Musiksendern und zwei oder drei -radiostationen für gute Musik freizugeben?

(„Rock ‘N’ Roll Suicide“ bleibt ja immer eine Alternative. Danke, David!)

Andere Mütter… November 22nd, 2004 Leben 7 Kommentare

…haben auch schöne Töchter. Meine derzeitige Top 5 (chronologisch):

  1. Rio Reiser (Am Piano I): „Der Traum ist aus“
  2. Tocotronic (Es ist egal, aber): „Du und Deine Welt“
  3. Pixies (Surfer Rosa): „Where is my Mind?“
  4. Radiohead (OK Computer): „Karma Police“
  5. Razorlight (Up All Night): „Leave me Alone“

Ich bewege mich grade vom Kopffinden(3), bei der mir die Polizei(4) hilft, auf dem Weg, nicht ständig (5) zu sagen.

Nein, ich zitiere jetzt nicht, aber eigentlich geht es mir doch ganz gut.

(Cake von der Fashion Nugget, als Zugabe: „I will survive“)