Oasis vs Blur September 16th, 2004 Musik Kommentare (RSS) Trackback

Jeder kennt gewisse Situationen, die in Gesprächen des öfteren auftreten, es aber eigentlich (per Definition?) nicht dürfen: Pausen. So sehr ich auch die in einem mir leider entfallenen Film vorkommende Theorie vertrete, dass Gesprächspausen nur dann nicht peinlich sind, wenn man sich gut versteht, ist es häufig doch netter, diese zu füllen. Ein beliebtes Thema hierbei ist selbstverständlich Musik, auch wenn ich keineswegs Musik nur als Lückenfüller begriffen wissen will.

Thema heute also: Musik. Vom besten Album (ganz klar[1]: Morning Glory) kommt man wie natürlich auf die (alles entscheidende?) Frage: Oasis oder doch Blur?

Für Oasis spricht natürlich die Morning Glory. Eine Platte, wie sie eine Band wahrscheinlich nur einmal aufnimmt. Nenne mir jemand einen schlechten Track, der auf der Platte zu finden sein, und ich beschuldige ihn der Blasphemie — ja, auch bei den 10-Sekunden-Stücken.

Des weiteren wäre da die Definitely Maybe und die Masterplan (ja, eine B-Seiten-Sammlung. Welch Verschwendung!). Sicher, Oasis hört sich immer nach Oasis an. Aber wollen wir das nicht auch?

Kommen wir also zu Blur. Auch wenn Song 2 definitiv zu kurz ist (gut, Champagne Supernova ist zu lang…), haben sie unglaublich verschiedene, unglaublich gute und wirklich schöne Platten aufgenommen. Und wenn Think Tank keine perfekte Platte ist, dann kommt sie zumindest doch sehr nah an dieses Prädikat heran.

Nominell mag es also alben- und songtechnisch eindeutig für Blur stehen (selbst, wenn man Soloausflüge wie Gorillaz oder den rausgeschmissenen Graham Coxon außen vor lässt).

Mir macht an dieser Stelle allerdings das Gefühl einen Strich durch die Rechnung: Ich bin und bleibe Oasis-Fan. Selbst, wenn sich die neue Platte anhört wie die anderen in meinem CD-Ständer: Ja, ich bekenne, es wird wieder eine mehr werden. Tut mir leid, Lena! ;o)

[1]: Nähere Auswahl: dEUS, Beatles, Smashing Pumpkins, Blur, R.E.M., Franz Ferdinand, The Strokes, The Libertines und diverse andere, an die ich mich nicht mehr erinnern kann. Meine Auswahl steht fest. Aber ich bilde mich weiter.

(Musikalischer Tipp des heutigen abend sind Mooney Suzuki mit „Natural Fact“)

Kommentare

  1. Habe ich jemals behauptet kein Oasis-Fan zu sein? Nicht, dass ich mich jetzt als einer outen wuerde.. ;o)

  2. Die perfekte Welle gibt es eh nicht.

  3. Hm… Super. Irgendwer hat comment-spamming fuer sich entdeckt. Leider Posten inzwischen mehr Viagra-Fans als eingebeckert-Suechtige im Kommentarbereich, so dass eine Freund/Feind-Erkennung auf lange Sicht noetig wird.

    Also, auf, Herr Einbecker, schreiben sie ihr eigenes eingebeckert-System!

    (Was uebrigens Kommentare wie die obigen sollen. Nun ja, man weiss es nicht.)

  4. Ob man mich nicht zensiert, wenn ich sage, dass ich auf Viagra stehe?

  5. Nein. Dann natuerlich nicht. Ich meine, schoen, dass es Existenzen wie die deine gibt: Mit etwas Restintelligenz ausgestattet (Kommentar-Sperre erkannt? Providerwechsel von t-ip zu arcor-ip?), ein Fuenkchen Humor (ja, unter deinen 7-jährigen Freunden erntest Du nur krassen Respekt!) und wahrscheinlich nichts besseres zu tun, als kleine Eingebeckerte zu nerven (und mit welcher, entschuldige das Fremdwort, Vehemenz!). Bei bestimmten Lebensformen denke ich doch jedes Mal, ob feste, öffentliche IP-Adressen sowie Teeren und Federn nicht die bessren Alternativen sind. Aber nein, wir sind ja Humanisten, oder wie Roland gestern trefflich sagte: Es ist einfach, als Millionaer Sozialist zu sein. Grossartig finde ich ja, dass man Leute wie dich nicht ausschliessen kann, ohne dass man damit die wenigen (Gruss an dieser Stelle!) Kommentarschreiber, die Eingebeckert hat, auch auszuschliessen. Mille Grazie.

  6. Ja, das ist der offensichtliche Nachteil eines offenen Kommentarsystems - dass nicht nur diejenigen, die der sich kommentiert Wuenschende mag, kommentieren koennen, sondern auch Deppen wie ich. Ich haette nicht gedacht, dass es dich so verwirrt und deprimiert und so schnell von aus der Spur bringt. Verzeihung. Wird nicht wieder vorkommen.

  7. Nun, es ist ja nicht so, dass diese “intelligenten” Kommentare die einzigen waren, die geloescht werden mussten - begleitet wurden sie von vielen netten Viagra und sonstwas-Deppen. Und irgendwie versteh ich die Art und Weise nicht - warum muss man, nur weil man kann, seine geistigen Fuerze hier hinsetzen? Raum zum _wirklichen_ Kommentare geben gibt es genug, und normalerweise reagiere ich auf die paar Leute, die mir was zu sagen haben, auch. Warum steckt man seine Energie in soetwas? Tut mir Leid, wenn ich das jetzt so gesagt habe, aber ich fand das durchaus unpassend. Aber wenn der Herr Ups oder die Frau Viagra will, duerfen sie gerne eine Email an einschlaegige Adressen versenden, um mir mitzuteilen, was fuer Beweggruende dahintersteckten.

  8. Etwas zu spaet, aber besser als nie: “Ob man sich wirklich gut mit einem Menschen versteht, erkennt man daran, dass man zusammen schweigen kann ohne sich peinlich beruehrt zu fuehlen.” So oder so aehnlich spricht’s in “Pulp Fiction” von Quentin Tarantino. Da du den Film aber erst 3000 mal gesehen hast, will ichs mal kein Armutszeugnis nennen, dass du die Szene nicht mehr kennst ;) Até logo!

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