Archive for the ‘Musik’ Category

(Miss)geschick(t)

Monday, January 10th, 2005

Tolles Wortspiel: „Ab jetzt wird zurückgeschossen“. Sagt uns Bushido zusammen mit Eko Fresh. Ja, ich gebe zu: Ich mag deutschen Hiphop. [1]

Aber: Ich hasse deutschen „Hiphop“.[2]

Und bin immer wieder froh, Gitarren zu mögen. Und kein Gekrächze.

—–
1: Fettes Brot, Fanta 4, Clueso uvm.
2: Poser, die meinen, dass es lustig sei, solche Analogien zu äußern. Oder noch besser: Gar nicht zu wissen, dass es eine ist.

(I Am Kloot - I Am Kloot läuft. Als ganzes Album.)

Bloc Feier

Tuesday, January 4th, 2005

In letzter Zeit ging es hier ja vornehmlich um Musik. Und da man (ich) ja total auf Beständigkeit steht (nicht. Obwohl – wäre ich sonst Oasis-Jünger?), mache ich mal einfach weiter damit. Der NME schreibt, dass es eine Band gibt, die Fans von folgenden Bands vereint: Strokes, Libertines, Coldplay, White Stripes, The Killers, Blur, Razorlight, Kings of Leon, Franz Ferdinand und Oasis. Nur gut, dass wir kein Schiffe versenken spielen, Mein Riesen-Zerstörer (Länge: Zehn Kästchen) wäre glatt gesunken. Die Plattenfirma der Band meint, dass diese Band „the next most important thing in rock“ sind. 5er Bewertungen (natürlich auf einer 5er Skala) aller Orten, aber erstmal nur für die EP. Das Album kommt ja erst im Februar.

Hype? Hype. Aber ich bin ja bei sowas sehr anfällig, und wo wir schon bei fällig sind: Die Platte ist es auf jeden Fall, denn die EP alleine ist schon sehr gefällig. (Ja, ich höre mit albernen Wortspielen auf. Im nächsten Jahr.)

Kaufentscheidungen für die nächsten Wochen währen also: Tocotronic, And You Will Know Us By The Trail Of Dead, Bloc Party und Adam Green. Und dabei habe ich mir noch weder Spex noch Visions gekauft. Wo soll das nur hinführen?

Ach ja: Frohes 2005 Euch allen. Und hoffentlich haben wir auch alle schön gespendet (ja), damit da soziale Gewissen beruhigt (nein) und wir schon bald wieder über die „Geile Zeit“ nach der „Perfekten Welle“ sinnieren können (ganz bestimmt nicht). Oder wir hoffen doch auf eine etwas bessere Welt mit weniger Tsunamis, Planet-der-Affen-Realsatiren und besserer Musik. Man darf doch mal träumen dürfen.

Diese „Fußnote gehört eigentlich ans Ende des Eintrags, da jedoch gehört ja schon die Musik hin: Ich habe natürlich tiefstes Mitgefühl mit den Opfern, speziell den Menschen in der Region. Ich finde nur die Scheinheiligkeit, mit der hier weltweit damit umgegangen wird, beschämend. Wie alle auf einmal Entwicklungshilfe leisten, obwohl sie doch gar kein Geld dafür haben… Aber gut, erstmal Staatstrauer für die Deutschen Opfer…

(Haha, bin ich sarkastisch: 5678’s mit „Typhoon Girl“ – was nicht ist kann ja noch kommen)

Gut gehört 2004

Tuesday, December 21st, 2004

Richtung Abschluss des Jahres darf natürlich eine Top 5 des Jahres nicht fehlen. Ich weiß, Ihr habt alle da drauf gewartet…

Nicht dabei: Feist, M.A.S.S., Soundtrack Of Our Lives, the Hives, Slut, Badly Drawn Boy, Jimmy Eat World, Elliott Smith, John Frusciante, Morisssey, Mclusky, Graham Coxon, Rooney, the Zutons, Air. Alle Großartig. Ein paar Live gesehen, viele gekauft. Und: die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Es gibt wirklich gute Musik, die leider viel zu selten gespielt wird.

Auch ein besonders freundlich lachendes Album ist nicht dabei: „Smile“ von Brian Wilson. Nicht, dass es zweifelsohne in die Top Fünf käme (nicht jedoch an der Eins Vorbei). Aber: Ein dreißig Jahre altes Album hier einzureihen wäre genauso vermessen, wie eine der teilweise recht netten Best Ofs aufzunehmen, die alle Jahre wieder erscheinen. Und deshalb hat sie den (imaginären, da alle drei noch nicht gekauft wurden) Platz zwischen der „Pet Sounds“ und der „Sgt. Peppers“ sicher. Mehr aber nicht.

Also, genug herumgeredet, hier sind sie:

5. The Libertines – dto.

Großes Album. Große Band. Kindische Frontmänner, die dem ganzen ein Ende bereiten – sehr schade. Nun denn, sie hinterlassen zwei Alben, die durchaus häufiger hörbar sind. Sei es als CD bei mir oder auf Rolands Plattendreher (Herzlichen Glückwunsch, auch an dieser Stelle!).

4. Mando Diao – Bring Em In

Rocco Cleins letzte Lieblingsband. Natürlich neben Oasis. Unglaublich catchy, das wilde „Yeah yeah yeah!“ wird, egal ob auf der Tanzfläche, im Auto oder sonstwo natürlich inbrünstig mitrausgegrölt. Begleitete einen sehr schönen Urlaub, aber nicht nur den. Und am schönsten ist: Das neue Album ist schon in den Startlöchern. Nachteil: Beide gibt es nicht auf Vinyl. Prinzipien sind also dazu da, gebrochen zu werden…

3. Interpol – Antics

Ja nee, ist klar. Viel zu langsam. Nicht tanzbar. Irgendwie 80er. Zerbrechlich.

Ja und? Wenn ich das (wirklich zerbrechliche) „Rosemary, heaven restores you in life“ höre, ist die Gänsehaut nah und der kalte Schauer definitiv schon da. Wundervoll.

2. Razorlight – Up All Night

Ich gebe zu: Hipper Scheiß. Ich falle des öfteren auf Gehypten Indy-Gedöns rein. Wie man ja insgesamt sehen kann. Und: Ich werde eigentlich recht selten enttäuscht. Und von Razorlight erst recht nicht, „Up All Night“ rotiert am häufigsten in meinen Zimmer (Aber nur, weil Nr. 1 nur als CD gekauft wurde). Und wenn dann eine Libertines/Razorlight-Supergruppe kommen muss, es gibt jedenfalls schlechtere Bands, die Fusionieren könnten.

1. Franz Ferdinand – dto.

Ja, Ihr wusstet es bestimmt. Deshalb sag ich jetzt gar nichts, sondern lasse mal die anderen reden:

Laut.de sagt: „Wer im weltweiten Netz etwas über Franz Ferdinand sucht, stolpert irgendwann vielleicht über diesen Satz: “This sounds like all the other garage rock acts about at the moment rehashing the same formula over and over.” Was für ein blödes Arschloch.“

Dem habe ich rein gar nichts hinzuzufügen. Ach doch: Wer meine CD gegen seine Platte tauscht, wird von mir mit 2 Einbeckern entlohnt. Oder mehr.

Euch allen ein schönes Fest mit allen, die Ihr liebt habt (Und die Euch hoffentlich mindestens genauso lieben), feiert schön, esst und trinkt nicht zu viel (dehnbar, auch ich nutz das aus!) und fallt gut in 2005 rein. (Noch ein Jahr bis zur WM!).

Alles Gute wünscht Euer Heinz.

Musik gesehen?

Thursday, November 25th, 2004

Musikalisch gesehen kann es dieses Jahr im Fernsehen ja gar nicht besser kommen: Rocco Clein stirbt, Charlotte Roche und Sarah Kutner werden abgesetzt. MTViva gewinnt mit toller Medienstrategie. Jungs-Sender. Mädchen-Sender. Kult-Schrott-Sender. SMS-Klingelton-Verdien-Sender (zugegeben, trifft auf alle zu).

Das Radio hat, dank Quotendebatte, auch ausgedient. (Wobei es hier in Sachsen keinen einzigen zu ertragenden Radiosender gibt, seit der Neustadt-Piratensender dicht machen musste)

Von den Top 50 höre ich Nummer 40, den Rest würde ich höchstens als Klopapier anfassen, wenn CDs dafür geeignet wären (LPs wirds von denen, Gott sei Dank, nicht geben).

Und ich höre weiter laut meine Musik und hoffe, dass nicht alle Qualität schwindet.

Ach ja: Wäre der Gedanke eigentlich soooo abwegig, einen von vier Musiksendern und zwei oder drei -radiostationen für gute Musik freizugeben?

(„Rock ‘N’ Roll Suicide“ bleibt ja immer eine Alternative. Danke, David!)

Live. Musik.

Thursday, November 11th, 2004

Da Euch (wer seid „Ihr“ eigentlich? Nen paar Besucher hat der gute Eingebeckert ja doch, aber Kommentare, seien sie auch noch so dämlich, fallen Euch selten ein (mit Ausnahme des guten Max, der sich dafür extra die Anreise von .pt nach .de auf sich nennt – Grüße!) Also, kommt raus hinter Eurem Feedreader Vorhang!) mein neues Design ja nicht sonderlich zu interessieren scheint, fahre ich unbeirrt mit meiner Musikbegeisterung fort:

Heute abend trinke ich Schampus mit Lachsfisch, auch wenn ich sonst kein großer Fischfreund bin (ja, ich bin Bayern-Anhänger). Aber heute darf man das, denn Klein-Dresden darf ein wenig Großstadt- (Weltstadt?) Athmosphäre schnuppern, denn Franz Ferdinand sind in der Stadt. Und werden uns hoffentlich gleich ganz nett einheizen. Ja, ich weiß, viel zu gehypt, wollen eh nur „Musik machen, um Mädchen rumzukriegen“ (Für bessere Übersetzungen von „girls“ gibt’s ein Bier) und haben nur ein Album, weshalb 22 und ein halber Euro viel zu viel sind. Dem widerspreche ich nur zu gern und will mich gleich stellvertretend eines besseren belehren lassen.

Also dann: viel Spass, der Herr Einbecker (da hier ja eh sonst keiner mit mir kommuniziert ;-) ).

(Auch sehr nett: The Detroit Cobras mit der ganzen LP „Baby“. Bandkonzept: Möglichst rare, unbekannte 7″ noch unbekannterer Künstler auftreiben. Dann die B-Seite nehmen und covern. Großartig. (Ja, ich benutze dieses Wort zu häufig. Ja, die Webseite ist alt, blöd, gab keine andere.)

Analog ist besser.

Monday, November 1st, 2004

Auch wenn einemeiner Lieblingsbands der bei mir häufiger gehörten Bands ein (gutes) Album „Digital ist besser“ nannte, behaupte ich das Gegenteil. Hier meine Beweggründe, sich im Jahr 2004 für einen Plattenspieler zu entscheiden:

  • R.E.M.s „Around the Sun“[1] muss man auf Platte 3 Mal umdrehen bzw. Wechseln (Doppel-LP), während es auf CD bequem durchläuft.
  • Ich musste mir heute ein Brett samt Winkeln etc. besorgen, um den Spieler an der Wand zu befestigen – auf Möbeln abgestellt, sprang er, wenn man durchs Zimmer ging, geschweige denn tanzte.
  • 200€[2] für einen Pro-Ject könnte man auch in CDs investieren, die zudem noch preiswerter sind als LPs.
  • Da mein CD-Regal überquillt, macht es unglaublich Sinn, in ein Medium zu investieren, dass 4 Mal soviel Platz in Anspruch nimmt.
  • Musik ist eh rational. Warum sollte man also einem verlustbehafteten Medium trauen?

Ich erwähnte ja bereits, dass ich relativ gerne Musik höre. Und mir in letzter Zeit viele CDs gekauft habe. Auch wenn sie eventuell in anderer Form schon ihren Weg zu mir gefunden haben (iTunes ist großartig zum vorhören). Und ich, dass muss man auch als Informatiker mal gesagt haben, scheiße auf die klinische Perfektion von digitalen Medien, lese verdammt gerne die Tagezeitung bei Latte macchiato und Sonnenschein, anstatt bei Spiegel Online in geschlossenen Räumen zu versauern, und höre die „Around the Sun“ mindestens zwei mal am Tag. Zumindest, bis die Razorlight und die neue Kings of Leon endlich im Plattenladen meines Vertrauens eingetroffen sind. Oder kaufe mir vorher die neue Soundtrack (die ich in ebenjenem schon erspähte). Und freue mich, am 11. auf dem Franz Ferdinand-Konzert tanzbare Musik live erleben zu können.

Irgendwie hat mich das Leben zur Zeit recht gern. Ich es übrigens auch.

—–

1: Der Kreis schließt sich: erste CD, ca. 1991: R.E.M.s „Murmur“
2: Stand im Schaufenster. Sonst ca. doppelt so viel.

(Ja, wir hören brav von vorne: „Leaving New York“)

Oasis vs Blur

Thursday, September 16th, 2004

Jeder kennt gewisse Situationen, die in Gesprächen des öfteren auftreten, es aber eigentlich (per Definition?) nicht dürfen: Pausen. So sehr ich auch die in einem mir leider entfallenen Film vorkommende Theorie vertrete, dass Gesprächspausen nur dann nicht peinlich sind, wenn man sich gut versteht, ist es häufig doch netter, diese zu füllen. Ein beliebtes Thema hierbei ist selbstverständlich Musik, auch wenn ich keineswegs Musik nur als Lückenfüller begriffen wissen will.

Thema heute also: Musik. Vom besten Album (ganz klar[1]: Morning Glory) kommt man wie natürlich auf die (alles entscheidende?) Frage: Oasis oder doch Blur?

Für Oasis spricht natürlich die Morning Glory. Eine Platte, wie sie eine Band wahrscheinlich nur einmal aufnimmt. Nenne mir jemand einen schlechten Track, der auf der Platte zu finden sein, und ich beschuldige ihn der Blasphemie — ja, auch bei den 10-Sekunden-Stücken.

Des weiteren wäre da die Definitely Maybe und die Masterplan (ja, eine B-Seiten-Sammlung. Welch Verschwendung!). Sicher, Oasis hört sich immer nach Oasis an. Aber wollen wir das nicht auch?

Kommen wir also zu Blur. Auch wenn Song 2 definitiv zu kurz ist (gut, Champagne Supernova ist zu lang…), haben sie unglaublich verschiedene, unglaublich gute und wirklich schöne Platten aufgenommen. Und wenn Think Tank keine perfekte Platte ist, dann kommt sie zumindest doch sehr nah an dieses Prädikat heran.

Nominell mag es also alben- und songtechnisch eindeutig für Blur stehen (selbst, wenn man Soloausflüge wie Gorillaz oder den rausgeschmissenen Graham Coxon außen vor lässt).

Mir macht an dieser Stelle allerdings das Gefühl einen Strich durch die Rechnung: Ich bin und bleibe Oasis-Fan. Selbst, wenn sich die neue Platte anhört wie die anderen in meinem CD-Ständer: Ja, ich bekenne, es wird wieder eine mehr werden. Tut mir leid, Lena! ;o)

[1]: Nähere Auswahl: dEUS, Beatles, Smashing Pumpkins, Blur, R.E.M., Franz Ferdinand, The Strokes, The Libertines und diverse andere, an die ich mich nicht mehr erinnern kann. Meine Auswahl steht fest. Aber ich bilde mich weiter.

(Musikalischer Tipp des heutigen abend sind Mooney Suzuki mit „Natural Fact“)

Popsongs

Tuesday, April 6th, 2004

Weblog-AutorenLeute, die Seiten wie die diese erstellen, stellen sich des öfteren die Frage, wie persönlich es denn werden darf. Ich würde ja sagen, ich bin persönlich unpersönlich, oder auch andersrum. Ich schreib ja schließlich zum Beispiel nicht über mein Liebesleben. Aber immerhin schreibe ich was über die Musik, die nicht nur mich, sondern auch andere dabei (gemeint ist immernoch das Liebesleben) begleitet. Also ab dafür:

Nun, Musik kann jeden Geschlechtsakt versüßen, aber es gibt auch Lieder, Alben und Bands, die dazu nun gar nicht taugen. Deshalb (sozusagen als kleiner Ratgeber) liste ich hier lieder, die meiner (persoenlichen) Meinung nach nicht als Begleitung taugen:

  • „Song 2“ — wer sich mit „Who-ho!“s in einer Minute 58 zum Höhepunkt peitscht, darf gerne weiter Blur hören.
  • Marvin Gaye — wer sein „Sexual Healing“ braucht, bitte…
  • Bin ich der einzige, der bei „Let’s Get It On“ (wieder Marvin Gaye) Lachkrämpfe kriegen würde?
  • „I Can’t Get No Satisfaction“ von den Rolling Stones braucht wohl keine Erklärung.
  • „Time To Say Goodbye“ von Sarah Brightman & Andrea Bocelli erinnert mich natürlich an den Abschiedskampf von dem Mann mit der Henry Maske — und an den muss ich, zumindest in manchen Momenten, nicht denken.

Wer weitere Musikstücke kennt, die sich in diese Liste einreihen: Immer her damit! (Wofür gibt es diesen netten Kommentarbutton…)

(Johnny Cash begleitet mich mit einem Hervoragenden Boxset („Unearthed“), dass in der American Recordings-Ära
entstand. Wie auch mein derzeitiges Stück: „Hurt“)