Fußball May 27th, 2009 Uncategorized Kein Kommentar

Mit der Zeitverschiebung ist es ja so eine Sache: Einerseits sicher sinnvoll, denn wer will schon mitten in der Nacht aufstehen — oder glatt statt dreizehn Uhr von @273 sprechen, wobei sich Swatch ja damals dachte, dass das @-Symbol (welches ich übrigens inzwischen auf der 2 vermute) “Beatz” ausgesprochen gehöre. Man, was müssen diese 90er für eine schwachsinnige Zeit gewesen sein.

Auch erschweren 8-10 Stunden Differenz jedwede Kommunikation mit der Famile und Freunden, daran hat man sich ja mitlerweile gewöhnt. Aber: An den Anstoßzeiten europäischer Fußballwettbewerbe gehört gefälligst gedreht. War der Premierekonferenzbeginn letzten Samstag (23:30h) noch halbwegs erträglich, sind die europäischen Wettbewerbe weit davon entfernt. Und wenn man dann noch für Spiele wie Bayern — Barcelona oder auch das letzte UEFA-Cup-Finale (Europaliga… Wie sich das schon anhört!) betrachten muss, schimpft man um so mehr.

Was ich eigentlich sagen will: Ich hoffe, dass das morgige Champions-League-Finale wenigstens so gut wird, dass sich das Aufstehen um 4:15h lohnt. Der Wecker jedenfalls ist gestellt.

Ein Augenblick March 10th, 2009 Uncategorized Kein Kommentar

Ein leichtes Zischen fährt zwischen Deinen Lippen entlang. Du bist unfähig, etwas zu sagen, weil Dein Körper sich gerade auf Deinen Kopf legt und damit die Luft aus Deinen Lungen drückt. Das Zischen wird lauter, die Lungen schreien nach Luft. Ist das Dein Nacken? Was war passiert? Aus Schwarz wird Weiß, Du überschlägst Dich. Schmeckst Sand zwischen Deinen Zähnen, in Deinen Augen und Ohren, obwohl doch Deine Ohren und Augen gar nicht schmecken können.

Auch wenn es nicht so aussieht: Sieben Meter wurden später gemessen. Und trotzdem später wieder auf dem Brett gelandet.

Brisbane, Queensland February 7th, 2009 Leben 1 Kommentar

Zwei Tage bin ich jetzt hier. Zwei Tage, und es fühlt sich nach viel mehr an. Ich sitze schon das dritte Mal in der Bibliothek (free Wifi), wandere manche Straße zum sechsten, siebten Mal entlang. Und lasse den Mood der Stadt auf mich wirken. Alles ist ein Stück weit anders hier, man möchte beinahe das Wort entrückt dafür verwenden — die Menschen sind freundlicher, aber auch ein wenig oberflächlicher (was dann aber auch einer der wenigen Punkte ist, der sie mit Amerikanern vergleichen lässt), das Wetter ist wärmer, feuchter, aber trotzdem steht man nicht mit durchschwitzter Kleidung da, außer man kommt auf die irrsinnige Idee, zur CityCat-Haltestelle zu sprinten, um die Katamaranfähre trotzdem nicht mehr zu bekommen. Die Häuser sind höher als in jeder deutschen Millionenstadt, aber direkt neben dem Central Business District finden sich Haushütten, Queenslander genannt, die auf Fählen umringt von Palmen und Büschen stehen. Der Gin Tonic kostet nur drei Euro, und wird trotzdem mit gutem Alkohol gemixt. Das Bier schmeckt wässrig und kostet das gleiche. Und die Parks, die alle leichte Urwaldasoziationen wecken, sind befüllt mit Menschen, die Ihrem Lieblingshobby nachgehen: BBQ. Und man muss nicht einmal seinen Grill mitbringen: den findet man nämlich vor Ort. Genauso sind überall öffentliche Toiletten in laufreichweite, Wasserspender finden sich überall und das WLAN in einigen öffentlichen Gebäuden ist kostenlos.

Ja, alles ziemlich wirre Gedanken, die ich hier aufschreibe — die sich aber alle auf eine Aussage kondensieren lassen: Lässt sich sehr gut aushalten hier.

Im Norden ist der Süden am schönsten November 3rd, 2008 Uncategorized Kein Kommentar

Der rote Mann leuchtet, die Menschen bleiben stehen. Natürlich bleiben sie stehen, denn: der rote Mann steht ja auch. Auch wenn es doch eine kleinere Seitenstraße ist, aus der um diese Zeit normalerweise keinerlei Fahrzeug erscheint, so wie auch jetzt nicht. Ich bin in München, Hauptstadt der Bayern, und hier wartet man an roten Ampeln. Hier haben Kneipen Türsteher (1. !), die Leute, die auf dem Weg dorthin eine Bierflasche (fast) leertranken, nicht reinlassen wollen (2. !), dann aber nach einiger Überzeugungsarbeit (3. !) und dem Nichtaustrinken des letzten Restes (Norgerl, 4. & 5. !) Einlass gewähren in eine halbleere, von Außen komplett einsehbare Einraumkneipe mit Tanzfläche, in der man heute aber sich nur äußerst langsam bewegen darf, denn es herrscht rigides Tanzverbot (6. !). Natürlich habe ich mich über alle diese Dinge lustig gemacht, wie man sich eben als echter Norddeutscher über Dinge wie Polizeipräsenz, große Autos, teure Biere oder Sperrstunden lustig macht — oder machen muss. Aber: Aber.

Die Isar ist schon schön. Im November in einem Biergarten zu sitzen: Ebenso. Da geht man durch die Innenstadt, und diese ist, selbst für mich Dresdner, durchaus einiger Blicke wert. Selbst an strengen Feiertagen findet man Läden, wo man — natürlich bei geschlossener Gesellschaft — durchfeiern könnte. 3,20 für ein Bier im Club gehen eigentlich auch, wenn man nicht grade Dresdner Preise anlegt. Und auf einer Isarbrücke um halb sechs mit einer guten Freundin in den Armen zu liegen und über die großen Dinge zu reden. An dieser Isarbrücke auch um diese Uhrzeit noch ein Bier kaufen zu können. Sich mit einer anderen Freundin wegen gewisser Dinge anzufrotzeln, na gut: zu streiten, um sich danach (man ahnt, ein Muster zu erkennen) in den Armen zu liegen. Mit seinen besten Freunden (auch, wenn einige fehlten) seit langem mal wieder ein Fest zu feiern. Durch den englischen Garten zu laufen, und dabei aufzufallen wie (gefühlte) Paradiesvögel, und nicht zu wissen, warum. Vielleicht, weil man sich doch etwas zu laut gefragt hat, ob die da vorne »schon wieder von Analsex reden«.

Home is where your heart is. Ein Teil meines Herzens jedenfalls befindet sich zur Zeit im eigentlich so gehassten München, und damit kann ich ganz gut leben.

Du nennst das Pathos und ich nenn das Leben October 30th, 2008 Uncategorized Kein Kommentar

Soeben habe ich eine halbe Stunde meines Lebens damit verbracht, mir Werbung anzukucken. Werbung für etwas, das ich noch nicht einmal kaufen kann. Der nächste Amerikanische Präsident war dort zu sehen, und natürlich war es eine Holywood-reife Produktion (vom Regisseur von An Inconvenient Truth), die man sich nur leisten kann, wenn — wenn man es sich leisten kann. Fünf Millionen Dollar, so wird gemunkelt, hat es gekostet, in die amerikanischen Wohnzimmer zu gelangen und meinen Gasteltern in West Virginia, die das perfekte Abbild von Swing Votern sind, zu erklären, warum sie nichts — oder besser: nur gutes — von einem schwarzen Präsidenten zu befürchten haben.

Und so sehr ich gewisse Positionen des Kandidaten Barack Obama ablehne, so sehr diese Positionen, etwa zu Waffenbesitz, Todesstrafe oder Religion, einen Kandidaten in Deutschland für mich unwählbar machen würden, muss ich mich in die breite Masse derer einreihen, die ihn bewundern.

Pomp, Pathos und große Reden vor jubelnden Massen, in der deutschen Politik genauso undenkbar wie Spenden in Höhe von 700 Millionen Dollar, sind Dinge, die wir in Deutschland schon mal hatten, und wir sind damit, nun ja, suboptimal gefahren. Aber vielleicht brauchen wir ein bisschen mehr davon. Ein bisschen weniger politisches Geklüngel, Ämtervergabe nach Parteibuch und Aufstieg nach klarer Ordnung (Jugendorganisation, Ortratmandat, Mitarbeit bei Landtagsabgeordneten, Mitarbeit im MdB-Büro, Landtagsabgeordnete, MdB… Und dazwischen noch ein paar Verwaltungsstationen). Ein bisschen mehr Engagement, und das nicht zeitlich, sondern mit Herz.

Denn wenn einen wie mich eine Wahlwerbesendung den Wasserhaushalt des Auges zumindest leicht aus dem Gleichgewicht treibt, dann ist das einerseits natürlich kalkuliert — andererseits aber auch großartig. Wenn tausende junge Amerikaner sich engagieren, dafür werben, dass man zur Wahl geht, dann schreit es in mir: »Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein«. Und wenn dann da jemand da ist, auf den man sich verlassen kann…

Menschlich? October 17th, 2008 Uncategorized Kein Kommentar

Wüste? Check.
Adler? Check.
Federn auf der Schulter? Check.
Helikopterflüge? Check.
Teure Lichttechnik in der Wüstensonne? Check.

(via Nicorola)

Kollektives Vergessen October 16th, 2008 Uncategorized Kein Kommentar

Ich bin gerade beim Ego Statistikenbetrachten auf einen sehr alten Eintrag (noch nicht mal hier im Blog — irgendwo “anders”, wo ich noch selbst »in« HTML-Seiten geschrieben habe) gestoßen. Es ist schon komisch: Vor sechs Jahren hatte man die gleichen Themen, die gleichen Inhalte — das gleiche, was einen bewegt. Aber: Man ist ja schließlich der gleiche Mensch geblieben, denkt gleich, fühlt gleich. Irgendwann wurden mal die Schienen gelegt… Oder?

Nein. Man ist doch durchaus ein anderer Mensch. Man (as in »ich«) würde sich heutzutage nicht mehr so ausdrücken. Man hört andere Musik. Man würde sich anders verhalten. Und: Man würde es ganz anders — und weniger privat — ins Netz schreiben. Einige andere Menschen sehen das übrigens sehr ähnlich.

Deshalb habe ich kurz (siehe Überschrift) darüber nachgedacht, gewisse Seiten für immer aus dem Netz zu entfernen. Und es dann doch nicht getan. Auf das irgend ein Personaler über meine innersten Gedanken stolpert, die ich mit 20 Jahren hatte!

Allein, Allein October 15th, 2008 Musik Kein Kommentar

Ich lebe in Dresden. Es ist also kein Wunder, wenn Lieder von Robert and the Roboters, Vanda oder eben Polarkreis 18 gewünscht werden, wenn man eine Tanzfläche beschallt. Die neue Hymne aus letzterem Hause jedoch wurde durchaus häufiger gewünscht. Und mir von Nicht-Subkultur-Freunden per Instant Message geschickt, die nicht aus Dresden kommen. Als ich das Video das erste Mal sah (von einem guten Freund zugeschickt) einigten wir uns sehr schnell auf sehr guten Pop, um das ganze zu beschreiben. Und, tatsächlich: Top 10. Auch wenn ich ein wenig sauer bin, dass ich mir heute Abend das Umsonstreleasekonzert in der Scheune nicht ankucken darf, weil doch tatsächlich zu viele hinwollen: Glückwunsch.

Polarkreis 18: Allein Allein (Und Major-Labels, embedden ist nicht böse!)

Ey, Finanzkrise! October 14th, 2008 Uncategorized 3 Kommentare

Das den Bänkern jetzt mal gezeigt wird, dass sie nicht nicht nur mit Spielgeld hantieren, ist ja eigentlich ganz OK. Aber dass ich jetzt darunter zu Leiden habe weil jetzt erstmal keine neuen Möbel — geschweige denn Mitarbeiter — gekauft werden, das nervt schon etwas.

Zurück. October 13th, 2008 Leben Kein Kommentar

Ich weiß ja nicht, wer dies überhaupt per Feed liest (andere werden sich schon seit Ewigkeiten nicht mehr auf diese Seiten verirrt haben), aber es muss auch mal gesagt werden: Das Leben meint es gerade gut mit mir. Nicht in allen Belangen und Nuancen, die es zu bieten hat, aber ohne das Bittere wäre das Süße bekanntlich ja nicht so süß.

Um das ganze nicht in Romanform ausarten zu lassen wie die letzten drei Anläufe dieses Posts: Hier wird in nächster Zeit durchaus wieder häufiger etwas stehen. Und drückt mir für morgen früh bitte die Daumen.